Beschaffung / Energiepreis
Preis für die gelieferte Kilowattstunde Strom.
Getrieben durch Brennstoffpreise, CO₂-Kosten sowie Angebots- und Nachfragesituation auf den Strommärkten.
In der Industrie ist Strom längst kein Gemeinkostenblock mehr, sondern ein zentraler Wettbewerbsfaktor. Wer heute in Europa produziert, startet beim Strompreis häufig mit einem strukturellen Nachteil gegenüber Wettbewerbern in den USA oder China - und dieser Nachteil ist messbar.
Aktuelle Auswertungen zeigen:
Die Europäische Kommission und Berichte an die EU weisen darauf hin, dass europäische Unternehmen weiterhin mit Strompreisen konfrontiert sind, die etwa zwei- bis dreimal so hoch sind wie in den USA.
Für Sie heißt das: Auch wenn Sie Ihre Energie professionell beschaffen, tragen Sie als europäischer Industriestandort einen Preisaufschlag, den Wettbewerber in anderen Regionen so nicht haben.
Ihre Stromkosten setzen sich im Kern aus drei Blöcken zusammen.
Preis für die gelieferte Kilowattstunde Strom.
Getrieben durch Brennstoffpreise, CO₂-Kosten sowie Angebots- und Nachfragesituation auf den Strommärkten.
Entgelte für Nutzung von Übertragungs- und Verteilnetzen.
Decken Kosten für Ausbau, Instandhaltung und Systemdienstleistungen (zum Beispiel Redispatch bei hoher Einspeisung erneuerbarer Energien).
Zum Beispiel Stromsteuer, Konzessionsabgabe und verschiedene Umlagen.
Zusammen mit Netzentgelten und Erzeugungskosten einer der drei Hauptbestandteile des Strompreises.
Für viele Industriebetriebe gilt: Beschaffung lässt sich durch gute Verträge optimieren. Netzentgelte und Leistungspreise werden zum blinden Fleck - und sind genau dort, wo flexible Laststeuerung und Batteriespeicher ansetzen.
Netzentgelte für Strom bestehen typischerweise aus zwei Teilen:
Gerade der Leistungspreis ist für Industrieunternehmen kritisch, weil kurze Lastspitzen Ihre Kosten für ein ganzes Jahr treiben können.
Das Muster dahinter ist klar: Netzentgelte steigen - und insbesondere die Leistungspreise entwickeln sich für viele Standorte zum schleichenden Margenkiller.
Das Grundproblem vieler industrieller Standorte ist simpel:
Im europäischen Stromsystem haben sich die Großhandelspreise nach der Krise zwar etwas beruhigt, liegen aber weiterhin deutlich über früheren Jahren und bleiben volatil.
Konkret bedeutet das für Sie:
Der notwendige Netzausbau und Systemdienstleistungen schlagen sich in regional sehr unterschiedlichen Netzentgelten nieder. Unternehmen mit hohen Leistungsspitzen zahlen überproportional.
In Stunden mit wenig Einspeisung (zum Beispiel wenig Wind, wenig Sonne) oder hoher Nachfrage steigen die Großhandelspreise deutlich an. Ohne Flexibilität in Verbrauch oder Speicherung beschaffen Sie genau dann Strom, wenn er am teuersten ist.
Standorte, die Last flexibilisieren, Lastspitzen kappen oder Verbrauch zeitlich verschieben, können ihre spezifischen Energiekosten senken. Wer diese Hebel nicht nutzt, trägt dauerhaft höhere Stromkosten pro Tonne Produkt - in einem Umfeld, in dem Wettbewerber in anderen Regionen ohnehin weniger zahlen.
Typische Signale, die wir in Projekten immer wieder sehen:
Wenn mehrere dieser Punkte zutreffen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Ihre Stromkosten heute höher sind, als sie sein müssten - und der Standort einer weiteren Verteuerung ausgesetzt ist, unabhängig davon, wie gut Ihr aktueller Liefervertrag aussieht.
Statt abstrakt über zu hohe Energiepreise zu sprechen, machen wir das Thema konkret: In einer kostenlosen Standortanalyse zeigen wir Ihnen für Ihre Werke,
Auf dieser Basis entscheiden Sie selbst, ob ein Batteriespeicher für Ihren Standort der richtige Hebel ist - mit belastbaren Zahlen statt Marketingversprechen.
Wir bewerten auf Basis Ihrer Betriebs- und Verbrauchsdaten.