Lösung · Analysieren

Speicherdimensionierung für Industrie - warum Ihr Lastgang über den ROI entscheidet.

Viele Unternehmen starten beim Thema Batteriespeicher mit der Frage: „Wie groß sollte der Speicher sein - 500 kW oder 5 MW, 1 MWh oder 10 MWh?" Die ehrliche Antwort: Ohne Ihre realen Lastgangdaten ist jede Zahl geraten. Und ein falsch dimensionierter Speicher ist oft teurer als gar kein Speicher.

FION Batteriespeicher im Feldeinsatz
Standortprofil

Warum es keinen Standard-Batteriespeicher gibt

Jeder Standort hat ein individuelles Profil:

  • Netzanschluss und Spannungsebene
  • Lastverlauf über den Tag und das Jahr
  • Stromverträge, Netzentgelte und Leistungspreise
  • Eigenerzeugung, z. B. PV oder KWK

Wenn Speicher nur mit Daumenregeln dimensioniert werden (zum Beispiel „x Prozent der Spitzenlast"), liegen Leistung und Kapazität schnell deutlich daneben. Das Ergebnis:

  • Zu klein - Lastspitzen werden kaum reduziert, der Business Case bricht ein.
  • Zu groß - unnötig hohe Investition ohne zusätzlichen Nutzen.
Deshalb unsere Grundregel: Erst Lastgang verstehen, dann Batterie dimensionieren.
RLM-Daten

RLM-Lastgänge als Grundlage der Analyse

In Deutschland gilt: Ab einem Jahresverbrauch von mehr als 100.000 kWh werden Kunden in der Regel mit registrierender Leistungsmessung (RLM) abgerechnet.

Das bedeutet:

  • Ihr Messstellenbetreiber oder Netzbetreiber erfasst den Strombezug im 15-Minuten-Takt.
  • Aus diesen Werten entsteht Ihr Lastgang, also Ihr reales Leistungsprofil.
  • Als RLM-Kunde können Sie diese Daten anfordern und in der Regel als Datei erhalten.

Genau diese Lastgänge sind die Basis unserer Speicherdimensionierung.

Dateninput

Welche Daten FION für die Speicherdimensionierung nutzt

Damit wir nicht mit Annahmen arbeiten, sondern mit Fakten, kombinieren wir mehrere Datenquellen in unserer eigenen Software:

1. Lastgänge (RLM-Daten)

  • 15-Minuten-Daten über mindestens 12 Monate
  • echte Jahreshöchstlasten und Lastspitzen
  • typische Tages-, Wochen- und Saisonmuster

2. Strompreise und Netzentgelte

  • aktuelle und geplante Stromverträge
  • Arbeitspreise, Leistungspreise, Netzentgelte
  • Sonderfälle wie Hochlastzeitfenster oder atypische Netznutzung

3. Erzeugungs- und Netzanschlussdaten

  • PV- oder KWK-Erzeugung
  • Ein- und Ausspeisung am Netzanschlusspunkt
  • Spannungsebene und technische Randbedingungen

4. Blick nach vorn

  • geänderte Produktion oder Schichten
  • neue Anlagen, zusätzliche Lasten, Elektrifizierung
  • Standortstrategie (Wachstum, Konsolidierung)
Prozess

Wie FION die optimale Speichergröße findet

Schritt 1 - Datenaufnahme und Qualitätscheck

Sobald uns Ihre Daten vorliegen:

  • importieren wir Lastgänge und Tarifdaten
  • prüfen Vollständigkeit und Plausibilität
  • bereinigen Messfehler und Ausreißer

Schritt 2 - Simulation vieler Speicher- und Use-Case-Kombinationen

Unsere Software simuliert für Ihren Standort:

  • unterschiedliche Speichergrößen (Leistung und Kapazität)
  • verschiedene Nutzungsstrategien, z. B. Peak Shaving
  • Reduktion von Leistungspreisen und Netzentgelten
  • Kombination mit PV-Eigenverbrauch
  • unterschiedliche Preis- und Regelszenarien

Ziel ist nicht ein „Theoretiker-Optimum", sondern eine Lösung, die technisch realistisch und betrieblich umsetzbar ist.

Schritt 3 - Auswahl nach Amortisationszeit und Robustheit

Für jede Variante berechnen wir unter anderem:

  • Investitions- und Betriebskosten
  • jährliche Einsparungen
  • erwartete Amortisationszeit
  • Sensitivität gegenüber Strompreis- und Nutzungsänderungen

Aus diesem Portfolio identifizieren wir die Speicherlösung, die

  • eine realistische Amortisationszeit,
  • robuste Einsparungen und
  • zu Ihrer Standortstrategie passt.
Multi-Use

Multi-Use statt Einzweck - Speicher als „Schweizer Taschenmesser"

Ein industrieller Speicher kann mehrere Aufgaben gleichzeitig übernehmen:

  • Lastspitzenkappung (Peak Shaving)
  • Reduktion von Leistungspreisen und Netzentgelten
  • Nutzung günstiger Strompreisphasen
  • Integration von Eigenerzeugung

Wir simulieren verschiedene Multi-Use-Profile, statt nur einen isolierten Peak-Shaving-Fall zu betrachten. So entsteht eine amortisationsnahe, realistische Dimensionierung statt eines „Nice to have"-Speichers ohne klaren Business Case.

Lieferzeit

Ergebnisse in maximal 3 Werktagen

Sobald uns Ihre Daten vollständig vorliegen, läuft der Prozess typischerweise so:

Tag 1

  • Datenimport, Qualitätscheck, Festlegung der Rahmenparameter

Tag 2

  • Simulation der Speicher- und Use-Case-Kombinationen, wirtschaftliche Auswertung

Tag 3

  • Aufbereitung der Ergebnisse, Ableitung einer klaren Empfehlung

Spätestens nach 3 Werktagen können wir Ihnen die Ergebnisse vorstellen und gemeinsam diskutieren.

Ergebnisse

Was Sie konkret von der Speicherdimensionierung erhalten

In der Ergebnispräsentation erhalten Sie unter anderem:

  • 1–2 konkret empfohlene Speichergrößen (Leistung und Kapazität)
  • erwartete Amortisationszeit und jährliche Einsparpotenziale
  • Übersicht der wichtigsten Use-Case-Kombinationen
  • Sensitivität der Ergebnisse bei geänderten Rahmenbedingungen
  • technische Eckdaten als Basis für weitere Planung und Angebote

Ziel ist eine belastbare Entscheidungsgrundlage: Ob ein Speicher an Ihrem Standort sinnvoll ist - und wenn ja, in welcher Dimension und mit welchem Einsatzprofil.

Die Standortanalyse ist für Sie kostenlos und unverbindlich. Sollten Sie Interesse an dem Projekt haben, begleitet Sie FION über die gesamte Lebensdauer des Batteriespeichers: von Installation über den optimierten Betrieb.

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